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VIVA: Wie gefällt es euch in Zürich, ehrlich? Lauri: "Hier in Zürich habe ich Cousins. Es ist toll, sie bei fast jedem Auftritt wieder zu sehen. Ausserdem mag ich die Landschaft und das Schweizer Essen."
Euer neuer Song "Sail Away" handelt von Liebe, die vergeht. Lauri, ist der Songtext autobiographisch? "Alle meine Songtexte basieren irgendwie auf meinem Leben, doch ein Teil ist auch Fiktion. Es sind auch Geschichten aus dem Leben anderer Leute. Ich würde sagen, der Songtext ist ziemlich dark. Es geht darin auch um den Tod. Interessanterweise hörte ich dies zum ersten mal von einem Fan und als ich die Lyrics nochmals in Ruhe durchlas, fiel es mir erst auf. Es geht um eine wichtige Sache die irgendwann mal zu Ende geht."
Euer neues Album "Hide From The Sun" ist voll von Gegensätzen. War das von Anfang an die Idee, oder hat sich das einfach so entwickelt? Lauri: "Es war schon absichtlich. Wie unser Cover, das schwarzweiss ist, wollten wir auch auf dem Album Gegensätze verbinden. Harte Lyrics und schöne Melodien."
Ihr habt morgen ein Konzert in Wien, dann geht's weiter nach Budapest, Prag, München, Bochum und Berlin. Was tut ihr um Kraft zu tanken bei solch einem Programm? Aki: "Diese Tour dauert acht Wochen. Das ist eine lange Zeit, doch es ist super, mit der Band zu reisen. Wir sind eine Crew von 14 Leuten und fast eine kleine Familie. Heute war ich in Zürich spazieren und konnte dadurch viel Energie tanken. Erst wenn wir auf der Bühne stehen, wachen wir so richtig auf."
Gibt es auch Momente, in denen man sich einsam und traurig fühlt, während der Tournee? Aki: "Klar gibt es das. Doch da wir wirklich wie eine kleine Familie sind und wir unsere Freunde dabei haben, können wir gut damit umgehen."
Lauri, du hast praktisch in jedem Clip eine total verrückte Frisur mit schwarzen Federn im Haar. Hat das eine spezielle Bedeutung? Hast du diesen Style auch im privaten Leben? "Ich bin im Berufsleben nicht anders als im Privatleben. Ich bin immer so, wie ich wirklich bin. Die Feder ist ein Symbol des Friedens. Früher hatte ich auch mal weisse Federn, doch nun sind "Black Days" angesagt. Übrigens ein guter Song..."
Glaubt ihr an Gott oder übersinnliche Kräfte? Lauri: "Ich habe mir meine eigene Religion zusammengestellt. So bin ich an nichts gebunden und kann immer etwas ändern."
Was denkt ihr über das neue Korn Video "Twisted Transistor"? Könntet ihr euch vorstellen, etwas Ähnliches zu machen oder sogar mit Leuten, die eine ganz andere Musikrichtung machen, zusammenzuarbeiten? Lauri: "Ich habe das Video noch nie gesehen, doch für mich klingt das Ganze zu fest nach L.A. und nach kalifornischen Stars. Wir arbeiten lieber mit Bands, zu denen wir eine Verbindung haben, wie HIM oder Apocalyptica. Wir werden nächstes Jahr mit HIM auf Tour gehen und auch wieder in der Schweiz auftreten."
Was hört ihr privat für Sound? Lauri: "Ich höre zurzeit viele Tapes von unseren Fans. Aus allen Ländern schicken sie uns Demotapes zum reinhören. Vor dem Interview hab ich mir "In Me" angehört, eine Band aus Amerika. Sie haben auch ein ähnliches Cover wie wir und haben ebenfalls überall diese Schmetterlinge als Symbol."
Aki: "Die Fans wollen, dass wir reinhören und ihnen ein Feedback geben. Ich höre mir am liebsten Guns'n Roses und die ganzen 80er Jahre Klassiker an. Halt alles, was ich mir angehört habe vor meiner Zeit als Drummer. Das war vor 14 Jahren."
In "First Day Of My Life" machen einige leichtbekleidete Damen mit. Werden nach dem aktuellen Nackt-Trend die Ladies noch weniger anhaben in euren Clips? Aki: "Das klingt schon wieder zu fest nach L.A. Klar, die Frauen in "First Day Of My Life" sind schön, doch dieser Nackt-Trend ist nicht unser Ding."
Was wolltet ihr euren Schweizer Fans schon lange mal sagen? Lauri & Aki: "Wir haben viele Fans in der Schweiz und möchten ihnen für ihre super Unterstützung herzlich danken." 'Danke Schweizer Fans!!!'
Lauri, Aki, vielen Dank für das Interview!
Schau hier in das Video vom Meet & Greet rein
2005-11-17 (mo)
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